oTp hat geschrieben: ↑Fr 27. Feb 2026, 07:15Johncom, was stört dich offensichtlich daran, wenn ich Nahtoderlebnisse mit Erleuchtungserlebnissen vergleiche? Das Erlebnis des Pfarrers sieht jedenfalls nach Erleuchtungserlebnis aus, Nahtoderlebnisse sind davon deutlich verschieden.
Aber der Pfarrer nennt es kein Erleuchtungserlebnis. Als Theologe müsste er mit dem Begriff sehr vertraut sein. Nur für für dich, der unterscheiden und beurteilen will, sieht es so aus. Mich stören deine Spezialvergleiche nicht wirklich, aber irgendwann wirds langweilig. Dieses schon fanatische abtrennen wollen von Visionen, ob sie ein "christliches" Etikett haben oder ein anderes. Sogenannte Erleuchte sagen, eigentlich ist jeder erleuchtet, wenn er sich selbst erkennt, also sein dummes besorgtes Ego fahren lässt. Der Pfarrer Lampe spricht von seiner persönlichen Veränderung, er sei jetzt total gelassen. Das sagen auch Erleuchtete. Osho hatte als Jugendlicher eine Nahtod-Erfahrung als er in einem Strudel beim baden fast ertrunken wäre.
Es kann sein, dem eigenen Tod begegnen, diesen Tod zu akzeptieren, ist der Punkt, der radikal alles verändert. Den Tod annehmen bedeutet aber nicht, dass da drüben "im Himmel" ein tolles Leben wartet, alles so herrlich und schöner. Das wäre ein Ego-Traum und nicht viel anders als wenn man auf den Lotto-Gewinn hofft.
Gerade Sundar Singh macht klar, dass man auch ohne östliche Wahrheit auskommt.
Ich weiß nicht wo er das sagt. Aber Weisheit ist nicht östlich und nicht westlich. Die Vorstellung, mit "etwas auskommen" ..? So als braucht man dies aber nicht das um ein Ziel zu erreichen? Nein, wer sich hingibt, der hat erkannt. Er ist am Ende und Inshallah .. Gott weiß, nicht ich. Sein Wille geschieht, nicht meiner.
Ich war schon oft in Indien. Und ich mag die indische Kultur.
Ich auch. Wie oft ich in Indien war, das müsste ich nachrechnen. Fast nur im Süden. Keralla und Tamil Nadu. Mit Ammachi war ich unterwegs, etwa 1981, da war sie noch ein schlankes Mädchen. Der Ashram bestand aus 3 Hütten, in einer war ein Kühlschrank, damals ein Luxus. Aber niemand sucht heilige Menschen auf aus Bequemlichkeit. Ammachi gab damals 3 mal in der Woche Darshan, das Wort bedeutet Gott begegnen. Die ganze Nacht über kommen tausende Menschen um Segnung zu empfangen, das waren biblische Bilder. Als Ausländer hatten wir einen extra Platz, wir konnten die ganze Nacht 2 Meter entfernt zuschauen.
Mit der indischen Kultur konnte ich mich weniger anfreunden, mit dem Kastensystem. Mit der dortigen Küche bestens. Für Masala Dosa könnte ich meilenweit gehen.