Sind Christen zum leiden berufen ?

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renato23
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von renato23 »

Hoger hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 11:21 Davon schreibt Paulus, wenn er das Gesetz und seine Werke schreibt. Die Werke sind die Erfüllung der Gebote - und daraus wird ein Jude zum "Gerechten Gottes"
Davon hat uns Christus befreit
Das entspricht nicht der Wahrheit lieber Hoger.
Jesus Christus war in Wahrheit von Gott dem himmlischen Vater gesandter Reformator des damaligen Judentums, wo noch gesetzliche Tötungsforderungen als einzuhalten galten. Von diesen hat Jesus die jüdischen Glaubensgeschwister mit seiner Version von Erfüllung der Gesetze und Propheten Mt 22.37-40 und Mt 7,12 vollkommen befreit.

Die Erfüllung der Gebote Gal 5,14 Römer 13.8-10 die Paulus den Adressaten im Hinblick auf Schaffung Reiches Gotts ans Herz legt. ermahnen ja zugleich nicht zu töten.

Somit sind Werke des Gesetzes, Gesetzeswerke mit denen man vor Gott unmöglich als Gerechter bestehen kann, einerseits Beteiligungen an Steinigungen aber auch durch Vergeltung von Bösem mit Bösem 3 Mose 24,,19.20.
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Hoger
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von Hoger »

renato23 hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 11:56 Somit sind Werke des Gesetzes, Gesetzeswerke mit denen man vor Gott unmöglich als Gerechter bestehen kann,
Das ist ja das Thema des Paulus = der Geist Christi macht uns von den Gesetzeswerken frei, wir müssen die Thora nicht mehr erfüllen
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
renato23
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von renato23 »

Zippo hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 10:58 Die Gesetze stehen immer noch da und Menschen können darin lesen, was Gott gefällt und was ihm nicht gefällt. Bestraft werden darf nicht mehr so, wie es geschrieben steht
Für Christen gelten seit 2000 Jahren keine mosaischen Gesetze mehr, die mit gelebter Liebe zu Gott den Nächsten und sich unvereinbar sind. Wenn man den Bösen in sich allmählich bis vollkommen überwinden will , hilft es, sich mit solchen Bibelstellen zu befassen, die dazu verhelfen, den Anfechtungen des Teufels zu widerstehen und ihn somit aus dem Leben zu verabschieden. Jak 4,7
Jak 4 7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
1Joh 3,3 Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.
Zippo hat geschrieben:, aber wer Gott liebt, der wird sich schon noch an manche Gebote halten, die das Zusammenleben der Menschen regeln.
Was heisst an manche Gebote? Will man eine wahrhaft geistliche Neugeburt aus Gott erleben die unter Gottes Schutz vor dem Bösen stellt, wird es ja zum eigenen und zum Segen des Umfelds, wenn man sich aus inniger, aufrichtiger Liebe zu Jesus Christus die dafür von IHM, Sohn des wahrhaftigen Gottes gelehrten und vorgelebten allmählich bis gänzlich -einverleibt- zu eigen macht.
1Joh 5,3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
1Joh 4,12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
Zippo hat geschrieben:Gesetzgebung hat sich glaube ich, auch vielfach daran orientiert.
Ja, die eidgenössische Bundesverfassung beginnt mit der Präambel.
Dort steht, Im Namen Gottes des Allmächtigen...Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist ein integrierter Bestandteil davon.
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von renato23 »

Hoger hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 12:05
renato23 hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 11:56 Somit sind Werke des Gesetzes, Gesetzeswerke mit denen man vor Gott unmöglich als Gerechter bestehen kann,
Das ist ja das Thema des Paulus = der Geist Christi macht uns von den Gesetzeswerken frei, wir müssen die Thora nicht mehr erfüllen
Du solltest schon im Geiste Christi konkretisieren. Für die getreuen Nachfolger Jesus Christus gilt nurmehr das Doppelgebot der gelebten Liebe als sich zu Herzen zu nehmen.... künftig anzuwenden (auch Bestandteil der Tora) was uns gemäss Jünger und Apostel Paulus dazu verhilft die (ebenfalls in der Tora aufgeführten) Gebote Du sollst nicht....problemlos zu halten.
Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«[/color]
Röm 13,8 Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.9 Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. [/color]

[Jak 2,8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht;
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Hoger
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von Hoger »

renato23 hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 12:40 Du solltest schon im Geiste Christi konkretisieren. Für die getreuen Nachfolger Jesus Christus gilt nurmehr das Doppelgebot der gelebten Liebe als sich zu Herzen zu nehmen.... künftig anzuwenden (auch Bestandteil der Tora) was uns gemäss Jünger und Apostel Paulus dazu verhilft die (ebenfalls in der Tora aufgeführten) Gebote Du sollst nicht....problemlos zu halten.
Tut mit leid renato - aber du kreist doch immer wieder nur um das Gleiche = nein, die Bestandteile der Thora die das Leben des jüdischen Volkes regelten gelten nicht mehr

Mit KI
Die Thora enthält 613 Gebote und 365 Verbote, die die frommen Juden in ihr Leben integrieren. Die Gebote sind direkte Anweisungen von Gott an sein Volk, während die Verbote die Verboten Gottes sind. Diese Vorschriften sind elementarer Bestandteil des jüdisch-orthodoxen Glaubens und haben eine tiefgreifende Einfluss auf die Ethik und das Verhalten der Juden
Davon schreibt Paulus, wenn er das Gesetz und seine Werke schreibt. Die Werke sind die Erfüllung der Gebote - und daraus wird ein Jude zum "Gerechten Gottes"
Davon hat uns Christus befreit

Es geht um diese 613 Gebote und 365 Verbote
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von renato23 »

Hoger hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 14:53 Davon schreibt Paulus, wenn er das Gesetz und seine Werke schreibt. Die Werke sind die Erfüllung der Gebote - und daraus wird ein Jude zum "Gerechten Gottes"
Davon hat uns Christus befreit
Jesus Christus hat im göttlichen Auftrag wohlverstanden für seine künftigen Anhänger, Jünger und Apostel, die dann ja seine GEMEINDE GOTTES bildeten von der Tora NUR das Doppelgebot der gelebten Liebe übernommen, hinübergerettet. Wie Du siehst hat dies Paulus im Gegensatz zu Dir schon damals kapiert.
Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«
Römer 13,8 Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.


Röm 2,13 Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein.
Röm 8,2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Tötungsgesetze in Form von Steinigen und Verbrennen für dies und das, als auch die gesetzliche Forderung Böses mit Bösem zu vergelten sind doch klar lieblos somit gottlos, somit hatten sie in der christlichen Gemeinde Gottes keine Gültigkeit mehr. Capito?
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Zippo
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von Zippo »

Hoger hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 11:21
Zippo hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 10:58 Die Gesetze stehen immer noch da und Menschen können darin lesen, was Gott gefällt und was ihm nicht gefällt. Bestraft werden darf nicht mehr so, wie es geschrieben steht, aber wer Gott liebt, der wird sich schon noch an manche Gebote halten, die das Zusammenleben der Menschen regeln. Gesetzgebung hat sich glaube ich, auch vielfach daran orientiert.
Das sind die 10 Gebote - das Sittengesetz
Paulus schreibt von der Thora - den Gebote und Verbote die bis ins einzelne den Tagesablauf regelten und regeln
Diese Gebote bewahren ja auch vor Schaden und es ist gut, wenn sich jedermann daran hält. Damals haben die Judengenossen den Christen großen Schaden angetan, haben sie verfolgt und ins Gefängnis gesteckt. Da haben sie wohl was falsch verstanden, was in ihrem Gesetz steht.
Es war ja auch gerade der Umbruch, es heißt ja "Christus ist des Gesetzes Ende", wer an ihn glaubt ist gerecht.
[Röm. 10,4-8] Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: „Welcher Mensch dies tut, der wird dadurch leben.“ Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht also: „Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren?“ (Das ist nichts anderes denn Christum herabholen.) Oder: „Wer will hinab in die Tiefe fahren?“ (Das ist nichts anderes denn Christum von den Toten holen.) Aber was sagt sie? „Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.“ Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.
Ein seltsames Wort des Paulus. Was ist davon zu halten ?
Jedenfalls war die Zeit gekommen, wo der Gerechte aus dem Glauben leben sollte. Aber die Juden wollten diese Worte nicht hören und haben die Jünger verfolgt, haben sie eingesperrt und sogar gesteinigt.
Gott hat nicht jedes Leid von den Christen abgewehrt. Und Satan hat sogleich begonnen, die frischgebackene Sekte der Christen aufs schärfste zu verfolgen.
Also war es doch Gottes Absicht die Christen in einen solchen Konflikt zu führen, was natürlich auch Leid zur Folge hatte ?
Hoger

Mit KI
Die Thora enthält 613 Gebote und 365 Verbote, die die frommen Juden in ihr Leben integrieren. Die Gebote sind direkte Anweisungen von Gott an sein Volk, während die Verbote die Verboten Gottes sind. Diese Vorschriften sind elementarer Bestandteil des jüdisch-orthodoxen Glaubens und haben eine tiefgreifende Einfluss auf die Ethik und das Verhalten der Juden
Davon schreibt Paulus, wenn er das Gesetz und seine Werke schreibt. Die Werke sind die Erfüllung der Gebote - und daraus wird ein Jude zum "Gerechten Gottes"
Davon hat uns Christus befreit
Da steht doch, daß die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist und nicht die Werke.
[Röm. 13,7-10] So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt. Seid niemand nichts schuldig, als dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den anderen liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten“, und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Die Liebe Gottes fordert sogar noch viel mehr. Da soll auch Unrecht geduldet und vergeben werden, Feinde geliebt usw.
Also sollen Christen leiden, wie ihr Herr gelitten hat und wenn ich mir die Kirchengeschichte ansehe, dann ist das nicht eben wenig gewesen.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von Zippo »

renato23 hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 11:56 Jesus Christus war in Wahrheit von Gott dem himmlischen Vater gesandter Reformator des damaligen Judentums, wo noch gesetzliche Tötungsforderungen als einzuhalten galten. Von diesen hat Jesus die jüdischen Glaubensgeschwister mit seiner Version von Erfüllung der Gesetze und Propheten Mt 22.37-40 und Mt 7,12 vollkommen befreit.
Etwas ungewöhnlich, den Herrn und Heiland Jesus Christus als Reformator zu bezeichnen. Das würde ja bedeuten, er hätte das Gesetz nur verändert bzw. entschärft, um zentrale Liebesgebote, die ja im AT schon enthalten sind, in den Vordergrund zustellen.
[3. Mo. 19,17-18] Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, auf dass du nicht seinethalben Schuld tragen müssest. Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR.
[5. Mo. 6,4-9] Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst, und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein, und sollst sie über deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.
Diese Gebote, die der Christenheit gegeben sind, waren schon im AT verankert und werden von dem Herrn Jesus als die vornehmsten Gebote im Gesetz bestätigt. Mt 22,34-40

Aber, es ist zuwenig, ihn nur als Reformator zu bezeichnen. Er hat ja durch seinen Tod und seine Auferstehung einen ganz neuen Bund gegründet, dessen Gerechtigkeit auf dem Glauben an seine Heilstat beruht. Die Apostel haben dann in der Kraft und Weisheit des Heiligen Geistes eine Lehre gegründet, die den Bund vom Sinai für beendet erklärt.
Seitdem wird von den Christen nichts anderes mehr gefordert, als Glauben zu halten in der Nachfolge und Liebe zu üben, wie es Gebote der Liebe fordern.
Renato

Die Erfüllung der Gebote Gal 5,14 Römer 13.8-10 die Paulus den Adressaten im Hinblick auf Schaffung Reiches Gotts ans Herz legt. ermahnen ja zugleich nicht zu töten.

Somit sind Werke des Gesetzes, Gesetzeswerke mit denen man vor Gott unmöglich als Gerechter bestehen kann, einerseits Beteiligungen an Steinigungen aber auch durch Vergeltung von Bösem mit Bösem 3 Mose 24,,19.20.
Das Gesetz mit seinen Strafen ist dem Volk Gottes genommen, das dem neuen Bund beitritt, es lohnt nur noch ein Blick hinein, wenn man wissen will, welches Verhalten Gott liebt und welches nicht.
Dafür haben die Juden die Apostel scharf angegriffen und immer wieder versucht, sie unschädlich zu machen oder ihre Lehre zu widerlegen.
[Gal. 1,6-7] Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium, so doch kein anderes ist, außer, dass etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.
Das waren die gesetzestreuen Juden, die den Aposteln und den Nachfolgern Jesu viel Mühe gemacht haben. Und das ist noch nett gesagt.

Warum läßt Gott diesen Konflikt zu, der doch schon zu Beginn der Christenheit sehr viel Leid gebrach hat ?

Gruß Thomas
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Zippo
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von Zippo »

renato23 hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 12:30
Zippo hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 10:58 Die Gesetze stehen immer noch da und Menschen können darin lesen, was Gott gefällt und was ihm nicht gefällt. Bestraft werden darf nicht mehr so, wie es geschrieben steht
Für Christen gelten seit 2000 Jahren keine mosaischen Gesetze mehr, die mit gelebter Liebe zu Gott den Nächsten und sich unvereinbar sind.
Abgesehen davon, daß die Liebesgebote schon Bestandteil des AT sind, wird wohl auch niemand was gegen die 10 Gebote einzuwenden haben. Wie schon Paulus im Römerbrief sagt:
Rö 13,10
Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Und es gibt verschiedene Gebote, die den Umgang mit Mensch und Tier behandeln, die Sittengesetze, wie Hoger sie nennt, die werden auch eingehalten werden müßen, wenn man Gott und den Nächsten lieben will. Da wird z. Bsp. gleichgeschlechtliche Liebe verboten usw. Solche Menschen hatte Paulus in den Gemeinden, aber sie waren davon befreit.
[1. Kor. 6,9-11] Wisset ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lästerer noch die Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unseres Gottes.
Renato
Zippo hat geschrieben:, aber wer Gott liebt, der wird sich schon noch an manche Gebote halten, die das Zusammenleben der Menschen regeln.
Was heisst an manche Gebote? Will man eine wahrhaft geistliche Neugeburt aus Gott erleben die unter Gottes Schutz vor dem Bösen stellt, wird es ja zum eigenen und zum Segen des Umfelds, wenn man sich aus inniger, aufrichtiger Liebe zu Jesus Christus die dafür von IHM, Sohn des wahrhaftigen Gottes gelehrten und vorgelebten allmählich bis gänzlich -einverleibt- zu eigen macht.
1Joh 5,3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
1Joh 4,12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
Das Gebot Jesu war vor allem auch, daß seine Nachfolger an ihn glauben sollen.
[Joh. 5,24] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Wer an den Herrn Jesus glaubt, der tut Buße und wendet sich dem Herrn Jesus zu, weil er allein das Lösegeld gegeben hat, das zur Vergebung von Schuld bei unserem Gott und Vater akzeptiert wird. Mt 26,26-28
Durch das Leiden und Sterben wird der Mensch von seiner Sünde erlöst, nicht durch seine guten Werke. Die muß er trotz alledem noch haben , um seinem Glauben Ausdruck zu verleihen, sagt Jak 2,14..., aber retten tun sie ihn nicht.

Was für ein Leid wird es sein, wenn man nicht an seines Glaubens Ziel gelangt und im Weltgericht Mt 25,31....schuldig gesprochen wird. In der Welt, da wird sich Mancher schonen, aber ist die Enttäuschung nicht groß, wenn man den Heiligen Geist nicht von seinem Glauben überzeugt hat ?
Insofern stehen ja auch gläubige Christen etwas unter Druck, denn wer nie, trotz erlittenen Leides treu war, kann doch das Ziel nicht erreichen ?
Und wer sich nie für die Nöte anderer Menschen interessiert hat, wird so ein Glaube von Gott akzeptiert ?

Aber bei solchen, die sich um Frömmigkeit und Nächstenliebe bemühen, ist nicht immer so große Dankbarkeit in der Welt zu bemerken.
Auch diejenigen, die sich um Wahrheit bemühen, wurden und werden oft angegriffen und auch getötet. Das ist doch das Leid, daß Gott den Christen beschert hat, weil Satan noch in der Welt ist und mit seinen Mächtigen und Gewaltigen, das Unrecht in der Welt nährt. Off 12,9-12, Eph 6,22

Gruß Thomas
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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Beitrag von Johncom »

Zippo hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 13:16
renato23 hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 12:30 Für Christen gelten seit 2000 Jahren keine mosaischen Gesetze mehr, die mit gelebter Liebe zu Gott den Nächsten und sich unvereinbar sind.
Abgesehen davon, daß die Liebesgebote schon Bestandteil des AT sind, wird wohl auch niemand was gegen die 10 Gebote einzuwenden haben.
Die Frage wäre, ob das AT eine universelle Lehre darstellen will oder sich ausdrücklich an das Volk Israel wendet. Das zweitere scheint wahrscheinlicher. Die heutigen Lehrer des mosaischen Gesetztes werden "vorsichtig" antworten. Einige, wahrscheinlich die meisten, werden im vertrauten Kreis versichern, es gibt kein Liebesgebot gegenüber Christen, Muslimen und anderen. Alle anderen seien Götzenanbeter und demnach minderwertig und wie Tiere zu behandeln. Der Talmud versichert den von der Abstammung bestätigten Juden (nicht vom Glauben her) einen besonderen Status. Einen Nicht-Juden gleich zu behandeln wäre schon sündhaft.

Jesus hingegen gibt den barmherzigen Samariters als Vorbild. Die Samariter waren eher zweitklassige Israeliten. Im Gleichnis waren ein jüdischer Priester und ein Levit an dem Verletzten vorbeigegangen, nur der Samariter war es, der sich selbstlos kümmerte.

Mosaische Gesetze sind Kasten-Gesetze und auf keiner Stufe mit der gelebten Liebe zu Gott und dem realem Nächsten, dem Mitmenschen egal welcher Herkunft.
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